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Die Wohngebäudeversicherung

von:Neumi u. Barthenheier
Letzte Änderung: 18.01.2016

Die Wohngebäudeversicherung dient der Erhaltung des Wertes vom Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, wenn bestimmte im Vertrag fest definierte Schäden auftreten. Dabei übernimmt diese Gebäudeversicherung die Kosten, um den vorherigen Zustand wieder herzustellen. Um die Leistungen klar festzulegen, ist von dem Versicherungsobjekt eine Wertberechnung durchzuführen, die dann die erforderliche Versicherungssumme ergibt. Diese wird dann bei Abschluss der Gebäudeversicherung Vertragsbestandteil. Die Schäden wie beispielsweise Sturmschäden und Hagelschäden können dann nach Begutachtung seitens der Versicherung durch das entsprechende Handwerk wieder instand gesetzt werden. Dabei zahlt die Versicherung die Firmen aus dem Handwerk entsprechend dem vorher abgegebenen Angebot und der Rechnung.

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Foto: Wohngebäude
Foto 2003- Schwer beschädigte Häuser in Lüttich.

Generell gilt, dass die Wohngebäudeversicherung keine Pflichtversicherung ist. Dabei gibt es aber regionale Unterschiede. So ist in einigen Regionen eine Feuerversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Diese ist direkt an das Gebäude gebunden und wechselt auch bei Verkauf der Immobilie automatisch den Besitzer.

Welche Leistungen bietet die Wohngebäudeversicherung?

Generell bietet die Wohngebäudeversicherung Versicherungsschutz gegen Feuerschäden, Sturmschäden, Hagelschäden und Wasserschäden. Es ist möglich, einzelne Leistungen zu versichern oder auch das Gesamtpaket. Wem die Kosten zu hoch sind, der kann eine Selbstbeteiligung vereinbaren und somit günstigere Policen erhalten. Grob fahrlässig ist es aber im Allgemeinen, wenn jemand sein Gebäude nicht versichert. Das ist besonders der Fall, wenn die Immobilie bei einem Schaden existenzbedrohende Probleme für den Eigentümer verursacht. Das gilt beispielsweise, wenn das Haus Wohnort und zugleich Arbeitsort bei selbstständiger Tätigkeit ist. Ein Feuer oder auch Wasserschaden würde somit die Existenzgrundlage der Bewohner vernichten. Diese Aussage gilt selbstverständlich ebenso für Sturmschäden und Hagelschäden, wenn dadurch die Bewohner des Hauses ihrem Handwerk nicht mehr nachgehen können, oder der Wohnraum beschädigt ist.

Welche Schäden deckt die Gebäudeversicherung ab?

Im Einzelnen deckt die Gebäudeversicherung Schäden ab, die durch nachfolgend genannte Ereignisse entstehen. Das ist beispielsweise gegeben, wenn ein Feuer ausbricht und im Gebäude oder der mitversicherten Garage Schaden entsteht. Auch die Schäden durch Löschwasser sind versichert. Weiterhin deckt diese Versicherung Schäden bei Unwettern ab, unter anderem, wenn das Dach durch Sturm abgedeckt wird oder die Fassade Schaden nimmt. Beschädigen Hagelkörner die Rollläden oder anderes zahlt die Gebäudeversicherung ebenfalls. Ein Blitzeinschlag ist auch versichert. Oftmals entstehen durch den Blitzeinschlag Feuer, auch die elektrischen Anlagen, die fest installiert sind, können beschädigt werden. Tritt ein Rohrbruch in den oberen Etagen auf, kann dies Wasserschäden in den darunterliegenden Räumen verursachen. Ebenso ist man gegen einen Flugzeugabsturz versichert sowie auch gegen Explosionen. Abbruch und Aufräumarbeiten werden in allen Fällen ebenfalls bezahlt. Im Notfall wird sogar das Haus neu errichtet, wenn die Schäden eine Reparatur nicht mehr ermöglichen. Diese Beispiele zeigen wie wichtig es ist, diese Versicherung abzuschließen.

Grundsätzlich erstreckt sich die Versicherung auch auf die komplette fest installierte Hauselektrik, Heizungsanlagen, Wasserleitungen und Abwasserleitungen sowie Regenrinnen. Nebengebäude wie die Garage oder das Gartenhäuschen sind nur versichert, wenn diese in der Police eingetragen sind. Dabei gibt es regelmäßig Diskussionen, beispielsweise ob das Gewächshaus im Garten mit versichert ist. Alles, was fest mit dem Gebäude verbunden ist, gilt als versichert. Das ist in den meisten Fällen die mit dem Haus verbundene Garage.

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Foto: Gallusplatz
Foto: Sankt Gallen, mit sicht zum Gallusplatz.

Jeder Zusatzwunsch ergibt natürlich höhere Beiträge, deshalb sollte man genau überlegen, was man zusätzlich versichert. Wege und Gartenflächen sind wegen der Kostenersparnis lieber aus der Versicherung herauszuhalten. Außerdem werden Wege und andere Befestigungen meist so gebaut, dass diese auch einmal einen Sturm und Hagel widerstehen. Wie man es mit der speziell angefertigten Einbauküche hält, ist jeden selber überlassen.

Grundsätzlich kommt die Frage auf, was denn das Haus für einen Wert besitzt, um die Versicherungssumme festzulegen. Dabei ist für das Versicherungsobjekt der Wohnort entscheidend sowie auch das Wohnumfeld und die Bauart von Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus.
Weiterhin ist von Bedeutung, wie alt das Versicherungsobjekt ist und welche Modernisierungen wann durchgeführt wurden. Die Berechnung der Versicherungssumme ist nicht ganz leicht und wird nach einem speziellen Verfahren berechnet. Dies nennt sich "Versicherungswert 1914" und ergibt eine Angabe in Mark. Bei einem Neubau werden die Baukosten durch den jeweils jährlich gültigen Baukostenindex geteilt, um den "Versicherungswert 1914" zu erhalten. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht jedes Jahr den aktuell gültigen Baukostenindex. Somit entsteht bei Abschluss der Versicherung ein zur Kalkulation in späteren Zeiten heranziehbarer Wert. Der "Versicherungswert 1914" wird im Schadensfall somit wieder mit dem aktuell gültigen Baukostenindex multipliziert und ergibt somit für das Jahr, wo der Schaden eintritt, einen aktuellen Versicherungswert. Bei notwendiger Neuerrichtung vom Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus würde somit diese ermittelte Summe ausgezahlt werden.


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