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Vorrichtungsbau für den Stahlbaubetrieb

von: Roland u. Barthenheier
Letzte Änderung:06.02.2014

Vorrichtungsbau für den Stahlbaubetrieb. In unserer Industrie und im Handwerk nehmen der Stahlbau und der Maschinenbau führende Rollen ein. Gerade der Export von Industrieanlagen und Maschinen ist ein wichtiger Faktor der Wirtschaft. In Verbindung mit einem gut strukturierten mittelständigen Handwerk, das breite Bereiche vom Metallbau, Stahlbau und Maschinenbau abdeckt, ergibt sich eine weltweit führende Industrie. Das macht natürlich auch das Berufsbild vom Stahlbauschlosser interessant. Eine solide Ausbildung für Handwerker zeigt sich direkt in der hohen Qualität und dem guten Ruf deutscher Produkte aus diesen Industriezweigen.

Radioteleskop Effelsberg
Foto-Radioteleskop Effelsberg
Foto:www.handwerkernet.de

Die Bereiche Stahlbau, Metallbau und Maschinenbau sind
besonders für den Anlagenbau und Werkzeugmaschinenbau zuständig. Nicht zu vergessen sind die großen Werften, in denen viele Stahlbauschlosser arbeiten. Diese Firmen haben eine alte Tradition und beschäftigen sich schon immer mit der Ausbildung von eigenem Stammpersonal. Die im Berufsbild Stahlbauschlosser vermittelten Kenntnisse sind breit einsetzbar und fundiert.

Der Tätigkeitsbereich für den Stahlbauschlosser umfasst viele Dinge. So muss er in der Lage sein, technische Zeichnungen zu lesen und auch in der Produktion umzusetzen. Weiterhin gehört eine fundierte Schweißerausbildung dazu. Außer dem Elektroschweißen ist vor allem das Schutzgasschweißen verbreitet. Es werden gewalzte Stahlbleche zu Kesseln, Schiffskörpern, Silos und vielen anderen Produkten verarbeitet. Dabei werden normale Stahlbleche und nicht rostende Stahlbleche verarbeitet. Außerdem sind umfangreiche Kenntnisse aus dem Handwerk erforderlich. Diese beinhalten die täglich anfallenden Arbeitsaufgaben aus der Tätigkeit vom Stahlbauschlosser. Kenntnisse über Normteile und deren Einsatz sowie eine gute Werkstoffkunde sind unabdingbar für die Handwerker, die im Bereich Stahlbau, Metallbau und Maschinenbau tätig sind.

Produktion im Stahlbaubetrieb

Ein wichtiger Aspekt zur Rationalisierung der Produktion im Stahlbaubetrieb ist ein funktionierender Vorrichtungsbau. Erst der Vorrichtungsbau ermöglicht eine Produktion von gleichbleibender Qualität und auch guter Quantität. Hoch qualifizierte Handwerker kennen sich bestens mit den Produktionsprozessen aus. Wird ein neues Produkt im Stahlbaubetrieb gefertigt, dann stellt der Vorrichtungsbau im Vorfeld eine ganze Reihe von Hilfsmitteln her, um die Produktion effizient zu machen und eine hohe Qualität zu garantieren. Sehr wichtig sind in diesem Zusammenhang Schweißvorrichtungen. Diese erlauben, die zugeschnittenen Werkstoffe in eine Vorrichtung zu legen. Diese Vorrichtung besitzt bestimmte Anschläge und Führungen, die Werkstücke in die richtige Lage zueinander bringen. Ist die Vorrichtung bestückt, dann werden die Werkstücke mit Schnellspannern fixiert. Somit ist eine präzise Lage garantiert und ein Verrutschen ausgeschlossen. Mithilfe dieser Vorrichtungen ist es somit möglich, eine Vielzahl von gleichen Teilen herzustellen. Das sind beispielsweise Leitern im Industrieanlagenbau oder auch Traversen zur Aufnahme von Rohrleitungen.
Auch der Brückenbau zählt zum Berufsbild des Stahlbauschlossers.

Hohenzollernbrücke- Dom
Foto- Hohenzollernbrücke- Dom
Foto:www.handwerkernet.de

Außer den Schweißvorrichtungen werden im Stahlbaubetrieb vielerlei Bohrvorrichtungen benötigt. Nicht jedes Werkstück lässt sich auf dem CNC-Bohrwerk fertigen. Das liegt an den Abmessungen der Stahlbauteile .
Auf dem normalen Ständerbohrwerk ist es leichter möglich, mithilfe von Bohrvorrichtungen große Teile mit hoher Wiederholgenauigkeit zu bearbeiten. Die Bohrvorrichtung besteht dabei aus einer Grundplatte oder auch einem Gestell. In dieses wird das zu bearbeitende Werkstück eingelegt, oder die Platte wird aufgelegt. Anschläge garantieren dabei die genaue Lage des Werkstücks. Befestigt wird das Werkstück genau wie bei der Schweißvorrichtung mit Schnellspannern oder auch mittels Nutsteinen und Spannern, die mit Schrauben festgezogen werden. Die entsprechende Ausführung richtet sich hauptsächlich nach dem verfügbaren Platz, der das Arbeitsfeld der Maschine nicht einschränken darf. Die Bohrvorrichtungen werden im Allgemeinen in den Spannnuten der Werkzeugmaschine befestigt. Dabei dient eine Spannnut zur Ausrichtung beziehungsweise als Anschlag, um die Vorrichtung parallel zum Maschinentisch einzurichten. In der Bohrvorrichtung sind dann Bohrbüchsen mit Presspassung eingesetzt, die aus gehärtetem geschliffenen Stahl bestehen.
Diese sind sehr verschleißbeständig und garantieren, dass die Bohrungen bei jedem neuen Teil an derselben Stelle gesetzt werden.

Herstellung von einfachen Prüfvorrichtungen

Ein weiteres Aufgabengebiet vom Vorrichtungsbau im Stahlbaubetrieb ist die Herstellung von einfachen Prüfvorrichtungen. Diese Lehren ermöglichen die Qualitätsüberwachung in der laufenden Produktion ohne den Einsatz von Messmitteln. Es wird einfach nur der Sollzustand wie ihn die Lehre vorgibt mit dem Istzustand des Werkstücks oder zusammengebauten Produktes verglichen. Das spart Zeit und rationalisiert die Qualitätskontrolle enorm. Diese Lehren ermöglichen beispielsweise beim Walzen von Blechen zu einem bestimmten Radius, diesen zu prüfen. Dazu ist noch immer die Lichtspaltmethode sehr zuverlässig.
Wenn der Radius nicht genau ist, sieht man einen Lichtspalt. Es können sogar Abweichungen im Hundertstel Millimeterbereich mit bloßem Auge wahrgenommen werden.

Die Maschine zur Herstellung von runden Blechen für den Behälterbau besteht übrigens aus zwei unteren Rollen, die in einem gewissen Abstand zueinanderstehen und einer weiteren höhenverstellbaren Rolle, die mittels Zustellbewegung von oben das Blech in eine runde Form bringt. Dabei wird das Blech immer hin und her gerollt bei gleichzeitiger Zustellbewegung der oberen Rolle, bis der gewünschte Radius erreicht ist.

Weiterhin werden Montagevorrichtungen benötigt, die den Zusammenbau fertiger Komponenten rationell ermöglichen. Schon in der Ausbildung zum Berufsbild des Vorrichtungsbauschlossers werden viele Kenntnisse vermittelt. Eine gut funktionierende Montagevorrichtung spart Arbeitskräfte und beschleunigt den Montageprozess. Von Zeit zu Zeit müssen alle diese Vorrichtungen in den Vorrichtungsbau zur Überarbeitung nach dem Einsatz in der Produktion. Bei Schweißvorgängen und auch auf dem Bohrwerk werden die Vorrichtungen beschädigt. Auch die Montagevorrichtungen leiden unter den rauen Bedingungen im Stahlbaubetrieb.
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