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Ausführungen im Kanal- und Rohrleitungsbau

von:Roland u. Barthenheier
Letzte Änderung: 11.12.2013
Im Kanal- und Rohrleitungsbau wird eine Vielzahl von Bauleistungen durch qualifizierte Handwerker erbracht. Diese verfügen über die entsprechende Ausbildung für diese Fachrichtung. Im Handwerk ist der entsprechende Meistertitel mit Industriemeister/Industriemeisterin Rohrleitungsbau bezeichnet. Diese Fachleute sind in der Lage in den Bereichen Gas, Wasser, Strom, Breitbandkabel, Telefon, Kanal und Lichtwellenleiter die entsprechenden Leitungen und Rohre zu verlegen beziehungsweise die Arbeiten zu koordinieren und zu überwachen.

© Daniel Ernst - Fotolia.com
Bild: Fachmann

Dafür setzen sie entsprechende Maschinen ein. Diese Baumaschinen sind zum Teil direkt für den Kanal- und Rohrleitungsbau entwickelt wurden. Die Ausführungsart unterteilt sich in die offene Ausführung und auch geschlossene Verfahren wie das Spülbohrverfahren. Die Handwerker oder Meister in diesem Handwerk erhalten meist eine entsprechende Ausbildung in den Bildungseinrichtungen der Industrie- und Handelskammern. Auch andere Bildungsträger bieten diese Art der Ausbildung an. Tätig wird der Kanal- und Rohrleitungsbau im klassischen Neubau für Gewerbe, Kommune, Industrie und Privat oder auch bei der Unterhaltung und Sanierung von Leitungen und Kanälen. Die anspruchsvollen Arbeiten erfordern eine umfassende Zusammenarbeit mit den Versorgungsunternehmen und Auftraggebern. Auch ist es in vielen Fällen erforderlich, mit Verkehrsplanern zu kooperieren, um gerade in Ballungsräumen durch die Arbeiten auftretende Verkehrsbehinderungen gering zu halten.

© Glaser - Fotolia.com
Bild: Kanalbau

Auch im Kanal- und Rohrleitungsbau haben innovative Techniken Einzug gehalten. Neben der offenen Bauweise werden daher auch Verfahren wie das gesteuerte Spülbohrverfahren eingesetzt. Dieses Verfahren wird vom Handwerker mit entsprechend fundierter Ausbildung bedient.
Es bietet viele Vorteile wie umweltschonendes Arbeiten, Verringerung von Verkehrsbehinderungen und damit Bürgerfreundlichkeit sowie eine hohe Wirtschaftlichkeit. Ökologisch ist dieses Verfahren optimal und es erfolgt kaum eine Beeinträchtigung des Grundwassers. Ein verschwindend geringer Deponiebedarf fällt bei diesem Verfahren an. Der Lärm für Anwohner ist äußerst gering. Der laufende Verkehr wird nicht behindert und die auftretenden Verschmutzungen sind sehr gering.
Die hohen Verlegeleistungen ohne etwaige Folge- und Nebenkosten machen das gesteuerte Spülbohrverfahren sehr ökonomisch, wo es anwendbar ist. Auch in ökologisch sensiblen Gebieten ist das Arbeiten mit dieser fortschrittlichen Technik möglich. Generell erfordert die Ausführung und Erhaltung von dichten Kanälen und Rohrleitungen einen hohen Investitionsbedarf.

© escli - Fotolia.com
Bild: Kanalbau

Für dieses Handwerk sind zugelassene Fachunternehmen unentbehrlich

Die Gütegemeinschaft Herstellung und Instandhaltung von Abwasserleitungen und Kanälen e. V. vergibt an die Firmen in diesem Handwerk entsprechende Zertifikate und Gütezeichen. Diese garantieren, dass die Handwerker über das nötige Fachwissen und entsprechende Kenntnisse zu Maschinen besitzen.
Zusätzlich zum Kanal- und Rohrleitungsbau sind eine ganze Reihe begleitender Tätigkeiten notwendig. Dazu gehören der Erd- und Grabenaushub, Sicherungsarbeiten sowie die Verfüllung und die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes. Mittlerweile werden für viele Verlegearbeiten Kunststoffrohre eingesetzt. Diese werden von entsprechendem Fachpersonal verschweißt. Ausgebildete Schweißer mit der entsprechend notwendigen Geräteausstattung kommen dafür zum Einsatz. Eine Überschneidung mit vielen anderen Tätigkeiten im Bauhandwerk ist normal. So geht es auch um den Erdbau, Straßenbau, Pflasterbau und die Außenanlagen. Der Betonbau, Containerdienst und die Wiederaufbereitung sind ebenso angrenzende Tätigkeiten. Für den offenen Kanal- und Rohrleitungsbau werden Maschinen wie Grabenfräse, Verbaugerät, Grabenwalze, Walzenzug und Vibrationsstampfer eingesetzt.


© fefufoto - Fotolia.com
Bild: Kunststoffrohre

Besonders interessant ist die Kanalsanierung von Hausanschlüssen. Ohne große Erdarbeiten kann oft ein Kunststoffrohr eingezogen werden. Auch das Einpressen eines Rohres ist eine solche Möglichkeit der Sanierung. Die Außenanlagen und der Vorgarten am Haus bleiben bei diesen Varianten vollkommen unbeschädigt. Ein weiteres modernes Verfahren ist die grabenlose Sanierung und Neuverlegung mit entsprechenden Maschinen für die Bohr- und Erneuerungstechnik. Grabenlose Techniken bieten eine Reihe wirtschaftlicher Vorteile. Das ist einleuchtend, denn die Wiederherstellung der durch einen Graben geöffneten Flächen ist oftmals bedeutend teurer als die Kosten für den Graben und die Verlegung. Die sogenannte Erdrakete ist mittlerweile Standardausrüstung vieler Betriebe im Kanal- und Rohrleitungsbau. Besonderer Sanierungsstau besteht in vielen öffentlichen und privaten Kanalleitungen. Undichtigkeiten gerade im Abwasserbereich verschmutzen das Grundwasser. Daher wird eine Sanierung folgendermaßen angegangen. Es erfolgt als Erstes eine Kanalreinigung und danach die Zustandserfassung. Geräte so ähnlich, wie kleine Roboter sind dazu üblich. Bestehen Undichtigkeiten ist eine Sanierung erforderlich. Danach erfolgt eine Dichtheitsprüfung und ist alles in Ordnung wird eine Dichtheitsbescheinigung erstellt. Ob eine Reparatur möglich ist oder die Renovierung ausreicht, zeigt das Schadensgutachten. Im schlimmsten Fall ist eine Erneuerung notwendig.
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