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Wenn ein neues Haus errichtet werden soll

von: Neumann u. Barthenheier

Wenn ein neues Haus errichtet werden soll, dann muss vorher ein entsprechend geeignetes Grundstück erworben werden.
Nur wenige haben das Glück, ein im Familienbesitz befindliches Grundstück verwenden zu können. Beim Grundstückskauf gibt es viele Dinge zu berücksichtigen.
Von dem Verkäufer sollte man auf alle Fälle eine Grundbucheinsicht verlangen, um abzusichern, dass nicht eventuelle Eintragungen im Grundbuch vorhanden sind, die nachteilig für den Erwerber sind.
Dies betrifft insbesondere Hypotheken und andere Belastungen sowie bauliche Einschränkungen.
Ist das geklärt, dann ist bei der Gemeinde oder Stadt nachzufragen, ob der Standort zur Bebauung zugelassen ist und ob Einschränkungen seitens des Bauamtes bestehen. Nun ist zu prüfen, wie es um die Bebaubarkeit steht.
Dies betrifft Fragen des Grundwasserspiegels und generelle Fragen zum Baugrund. Weiterhin ist zu klären, wie und zu welchen Kosten Wasser, Strom und Abwasser zum Grundstück geführt und weggeführt werden können. Für Familien mit Kindern ist es wichtig, ob eine Schule beziehungsweise ein Kindergarten in der Nähe ist. Auch die Einkaufsmöglichkeiten und der Weg zur Arbeitsstelle sind zu bedenken.

Vorbereitende Arbeiten zur Errichtung eines eigenen Hauses

In der Planungsphase ist zu überlegen, welcher Bauunternehmer und welche Architekten infrage kommen. Bei Fertighäusern bekommt man meistens alles aus einer Hand geboten und kann auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz dieser Firmen bauen.
Ein versierter Bauunternehmer nimmt Ihnen vieles ab und arbeitet mit Architekten zusammen. Grundsätzlich gilt jedenfalls, dass ein entsprechendes Angebot oder besser mehrere angefordert werden sollten.
Dabei ist es wichtig, dass eine verständliche präzise Baubeschreibung im Angebot enthalten ist. Nichtssagende Floskeln helfen nicht weiter, wenn es um Streitigkeiten wegen des Leistungsumfangs geht.
Ist die Entscheidung gefallen, und der Endpreis steht fest, ist die Finanzierung zu klären. Dazu ist es möglich, mit der Hausbank zu sprechen, oder auch andere Finanzierungsmodelle zu berücksichtigen.
Dies ist allerdings ein eigenes Kapitel und soll hier nicht näher behandelt werden. Dann ist ein Bauantrag zu stellen beziehungsweise eine Bauvoranfrage. Der Vertrag über das Haus sollte nur bei positivem Baubescheid wirksam werden.

Keller oder Bodenplatte - was ist sinnvoller

Um die Kosten zu senken oder auch bei einem Grundwasserstand, der für den Keller problematisch ist und den Bau einer dichten Wanne erfordert, kann auf einen Keller vollständig verzichtet werden.
Eine Bodenplatte ist in den meisten Fällen ausreichend, wenn entsprechende Nebenräume geplant werden. Bei Fertigteilhäusern wird ein Keller oder eine Bodenplatte angeboten. In der Bodenplatte lassen sich die meisten Medien so verlegen, dass diese nachher nur noch in den entsprechenden Räumen angeschlossen werden müssen.
Weiterhin ist eine Bodenplatte schnell erstellt und es sind nicht umfangreiche Erdarbeiten notwendig.

Der Architekt plant das Haus, berechnet die Statik und führt eine Kostenschätzung durch.
Gerade wenn individuelle Wünsche verwirklicht werden sollen, ist ein Architekt direkter Ansprechpartner. Außer das er das Haus mit plant, erstellt er korrekte Baupläne, die zum Einreichen des Bauantrages und zur Realisierung des Baus notwendig sind.
Der Architekt kann außerdem mit der Bauüberwachung und den Endabnahmen der einzelnen Gewerke beauftragt werden.
Das gibt mehr Sicherheit gegen Baufehler, wenn der Bauherr noch nicht über Erfahrungen bei der Errichtung eines Hauses verfügt.

Der Maurer erstellt den Rohbau nach den entsprechenden Bauunterlagen

Ist ein Bauunternehmer beauftragt, dann verfügt dieser über verschiedene Gewerke, um den Bau komplett erstellen zu können.
Eines dieser Gewerke ist der Rohbau und der Außen- sowie Innenputz. Diese Tätigkeiten werden vom Maurer erbracht. Dieser erstellt die bauliche Hülle ohne Fenster, Türen, Innenausbau und Dach mit Dachstuhl.
Dabei hat der Maurer die Vorgaben vom Architekten zu beachten und arbeitet teilweise Hand in Hand mit anderen Gewerken für die Installation zusammen.
Der Rohbau sollte dann eine gewisse Zeit austrocknen, um spätere Spannungsrisse zu vermeiden.

Bei der Erstellung des Dachstuhls ist die Zimmerei gefragt

Die Zimmerei fertigt den Dachstuhl nach den Unterlagen des Architekten an und montiert ihn.
Der Dachstuhl wird vorgefertigt und von der Zimmerei auf dem Rohbau montiert. Dabei müssen Statik und Ausführung entsprechend den gestellten Anforderungen beachtet werden. Die Zimmerei ist der Fachbetrieb für diese speziellen Arbeiten.
Die Dachdeckerei ist ein Fachbetrieb für das Fertigstellen der äußeren Hülle.
Eine kompetente Dachdeckerei ist notwendig, um die Dachziegel und eventuelle Dachfenster korrekt einzubauen. Dabei gibt es verschiedenste Materialien zu unterschiedlichsten Preisen, die von der Dachdeckerei angeboten werden. Immer noch hervorragend geeignet und sehr langlebig ist der gebrannte Dachziegel. Wichtig ist, dass nachher alles gut dicht ist und auch Sturm und Schneelasten standhält.

Die Schreinerei arbeitet eng mit der Glaserei zusammen

Der Schreiner baut Türen und Fenster ein und arbeitet eng mit der Glaserei zusammen. Ist der Rohbau verputzt und der Dachstuhl erstellt sowie das Dach gedeckt, dann baut der Schreiner mit der Glaserei die Bauelemente ein.
Das betrifft unter anderem Fenster und Türen.
Der Schreiner verfügt über umfangreiches Informationsmaterial zu verschiedensten industriell gefertigten Bauelementen. Aber auch Sonderanfertigungen sind auf Kundenwunsch durch Glaserei und Tischler möglich.
Weiterhin erstellt der Schreiner auch Holztreppen, Balken, Holzdecken und Holzfußböden.
Wandpaneele kann der Schreiner ebenfalls individuell einpassen.

Verlegung von Fliesen

Der Fachbetrieb aus diesem Handwerk beschäftigt sich mit der Verlegung von Fliesen aus Keramik, Kunststein und Naturstein. Auch die Untergrundvorbereitung und das Versiegeln der Stöße und Kanten gehört zur Tätigkeit dieser Handwerker.
Badezimmer und Küche sind die Haupttätigkeitsfelder für diese Fachleute.

Der Maler im Innen- und Außenbereich

Grundsätzlich geht es in diesem Handwerk um alle Arbeiten im Innen- und Außenbereich, nachdem der Maurer seine Arbeit getan hat. Tapeten, Putze, Farbanstriche werden von ihm angebracht. Malerarbeiten können sehr kreativ sein.
Eine Beratung vom Fachmann aus diesem Handwerk eröffnet manchmal noch nicht gekannte Möglichkeiten.

Errichtung der Heizungsanlage

Eine moderne Heizung und die Installationen des Gewerkes Sanitär ist notwendig.
Entweder durch den Bauunternehmer oder auch durch eigenständige Beauftragung werden die Heizung und die Installationen des Gewerkes Sanitär eingebaut. Diese Dinge sollten vorher genau abgestimmt werden, um Fehlplanungen zu vermeiden.
Sanitär und Heizung sind meist ein Gewerk und werden von einem Unternehmen angeboten. Eine enge Abstimmung ist bei der Sanitärinstallation mit dem Küchenbauer notwendig, um die entsprechend benötigten Anschlüsse bereitzustellen.

Der Elektriker ist für Elektroinstallation und Antennenanlage zuständig

Bei der Installation der elektrischen Komponenten und Leitungen ist eine enge Abstimmung zwischen Bauherrn, Bauunternehmer und Architekten notwendig.
Auch andere Gewerke wie Sanitär und Heizung benötigen Elektroanschlüsse. Der Küchenbauer gibt ebenfalls den Standort der Elektroanschlüsse an, sodass der Elektriker nach den Vorgaben alles installiert.
Der Küchenbauer erstellt die Einbauküche ganz nach den Wünschen des Bauherrn. Eine schöne neue Einbauküche gehört zum Bauvorhaben, da die Küche fest eingebaut wird. Das Küchenstudio greift dabei auf Normprogramme zurück und nimmt individuelle Anpassungen vor.
Der Einbau der Elektrogeräte in der Küche erfolgt ebenfalls durch den Küchenbauer.


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