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Messverfahren und Anwendungsgebiete in der Feuchtemesstechnik

von: Roland u. Barthenheier
28.04.2015
Der Begriff der Feuchtemessgeräte leitet sich schon aus dem Gebrauch dieser Messgeräte ab. Sie dienen dazu, die Feuchte in bestimmten Materialien oder Gasen zu bestimmen. In der praktischen Anwendung findet man daher vielfältigste Einsatzzwecke für die Feuchtemesstechnik. Diese kommen zum Einsatz in der Industrie, Bauwesen, Landwirtschaft, Meteorologie und Papierindustrie, um nur einige Bereiche zu nennen. Die Geräte lassen sich in elektronische Messgeräte und mechanische Messgeräte unterteilen.

Speziell im Handwerk und der Industrie kommen vorwiegend elektronisch arbeitende Feuchtemessgeräte zum Einsatz. Je nach Messverfahren und Anwendungsgebiet gibt es diese Messgeräte zur Ermittlung der absoluten Feuchte, Werkstofffeuchtemessgeräte, Messgeräte für die relative Luftfeuchtigkeit oft kombiniert mit Thermomessgeräten, klimatechnische Messgeräte für den professionellen Bereich und Papierfeuchtemessgeräte. Diese verfügen in der elektronischen Ausführung über Sensoren sowie eine Anzeige oder Speicher- und Auswertungsmöglichkeit. Die Messgeräte mechanischer Art sieht man zum Beispiel häufig in Museen oder auch in Messräumen zur präzisen Messung von Werkstücken und Baugruppen im 1/100 mm und 1/1000 mm Genauigkeitsbereich. Hier erfolgt eine kontinuierliche Aufzeichnung der Messdaten auf Papier, denn korrekte Werkstückmessergebnisse lassen sich nur mit einem optimalen Raumklima im Messraum in gleichbleibender Qualität erfassen.

© science photo - Fotolia.com
Feuchtemessung

Aufgrund der günstigen Fertigungsmöglichkeiten elektronischer Feuchtemesstechnik begründet in der Massenproduktion der Sensoren und Messgeräte verdrängen diese immer mehr die mechanischen beziehungsweise feinmechanischen Messgeräte. Hier erfolgt die Speicherung der Messdaten auf einer Speicherkarte oder es erfolgt die direkte Übertragung der Daten an einen Computer zur nachträglichen Auswertung. Die Kalibrierung ist sehr wichtig, denn nur so erhält man gleichbleibende korrekte Messdaten.

Zur Bodenfeuchtemessung wird ein Tensiometer verwendet, welches nach dem Prinzip der Adsorptionsund Kapillarkräfte durch Unterdruck ein Manometer betätigt. Eingesetzt wird es zum automatischen Betrieb von Bewässerungsanlagen. Feuchteabsolutbestimmer sind zur Bestimmung der Materialfeuchte eines Feststoffes. Kleine und handliche elektronische Handgeräte setzen sich immer mehr durch. Die Materialfeuchte lässt sich mit verschiedensten Messverfahren bestimmen. Dies sind direkte und indirekte Verfahren, wobei sich die Messung mit dem kapazitiven Sensor aufgrund der Handlichkeit der Messgeräte immer mehr durchsetzt. Ebenso kommen auch Leitfähigkeitsmessverfahren und Mikrowellenmessverfahren für die Messung der Feuchte zum Einsatz.

Ein immer noch häufig eingesetztes mechanisches Messgerät ist der Thermohygrograf. Dieser ist ein kombiniertes Messgerät für die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit mit der Auswertungsmöglichkeit über einen festgelegten Zeitraum. Er kommt unter anderem in Wetterstationen, Haustechnikbereich, Lager- und Transportwesen, Museen sowie im Bauwesen zum Einsatz. Industrie und Handwerk nutzen diese Geräte bei der Bauwerksinstandsetzung und Feuchteprüfung beim Neubau. Das ist wichtig, denn bestimmte handwerkliche Arbeiten sind nur bei Einhaltung der entsprechenden Messergebnisse qualitativ hochwertig ausführbar. Das Angebot an elektronischen Feuchtemessgeräten für Industrie und Handwerk ist sehr groß. Die Auslieferung erfolgt in der Regel mit passendem Kalibrierzubehör, wobei die Geräte erstkalibriert sind. Die Feuchte-Sensoren neigen zu einer zeitlichen Drift, so das ein Nachkalibrieren nach einer gewissen Zeit erforderlich ist.




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