Bauwirtschaft in Deutschland.
25.Dezember.2011
Bauhandwerk hat zugelegt.
Der Strukturwandel in der Baubranche hat seine Hintergründe. Deutsche Bauunternehmen oder auch Baukonzerne spielen international nicht mehr so eine große Rolle wie vor Jahren. Die großen Baukonzerne sind kräftig geschrumpft und das Bauhandwerk hat zugelegt. Dies liegt daran, dass immer mehr Aufträge an Subunternehmen im Bauhandwerk gegeben werden. Diese Baubetriebe übernehmen die mittlerweile ausgegliederten Sparten der großen Baukonzerne. Diese Entwicklung hatte sich abgezeichnet, als die Gewinne immer geringer wurden und somit die großen Baukonzerne umstrukturiert haben. Die kleineren Baubetriebe haben eine ganze Reihe der in den großen Unternehmen gekündigten Mitarbeiter aufgefangen. Die weniger werdende Baunachfrage trug auch zu dieser Umstrukturierung bei. In den Jahren 1990 gab es noch über 180 große Bauunternehmen. Jetzt sind es nur noch weniger als 25. In dem gleichen Zeitraum stieg der Anteil an Kleinstbetrieben um fast 40 Prozent. Es werden immer mehr Subunternehmer eingesetzt. Die Subunternehmer sind oft spezialisiert, was notwendig ist beim heutigen Trend der schlüsselfertigen Übergabe von Bauprojekten.
Die Unternehmen im Bauhandwerk.
Trotz aller Strukturveränderungen ist die Bauwirtschaft der größte Arbeitgeber in Deutschland. Die Unternehmen im Bauhandwerk haben sich immer mehr zu Dienstleistern entwickelt. Die sehr hoch qualifizierten der mittelständigen Baubranche übernehmen mittlerweile andere Arbeiten am Bau. Ein sehr positiver Effekt der Baubranche ist schon immer die Lehrausbildung. Für das Ausbildungsjahr 2010/2011 sind circa 12.000 neue Lehrverträge in der Bauwirtschaft abgeschlossen wurden. Immerhin fast 6 % mehr als im Vorjahr. Dies zeigt ganz klar die große volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Branche. Leider wird es immer schwieriger, junge Menschen für einen Beruf in der Bauwirtschaft zu gewinnen.
Generell sind im Bauhauptgewerbe die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um ungefähr 0,7 % gestiegen. Davon profitierte hauptsächlich der Hochbau. Der gesamte Monatsumsatz im Bauhauptgewerbe belief sich im September 2011 auf rund 8,9 Milliarden Euro. Somit ist der Umsatz um 3,4 % gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Dabei waren Anfang Oktober 2011 circa 733.000 Personen in Betrieben des Hoch- und Tiefbaus tätig. Das sind etwa 5.600 Mitarbeiter weniger als im selben Zeitraum des vorigen Jahres. Die Perspektiven sind noch positiv, denn das Volumen der Bauanträge ist konstant oder auch gestiegen was sicherlich ein guter Ausblick ist.
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