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Das Ende des Kaminkehrer-Monopols

Von: Matthias Röder

Was man nun beachten sollte!


Seit 1. Januar 2013 besteht das Schornsteinfeger-Monopol nicht mehr. Ziel dieser EU-Maßnahme ist die Belebung des Wettbewerbs auf dem Kaminkehrer Markt. Wer mit den Leistungen seines zuständigen Bezirksschornsteinfegers unzufrieden ist, kann die Aufträge nun einem freien Anbieter erteilen. Keine Frage, dass dieser zugelassen und in der Handwerksrolle verzeichnet sein muss.

Freie Wahl des Schornsteinfegers bedeutet mehr Verantwortung für den Hausbesitzer


Was der Bezirksschornsteinfeger bisher automatisch erledigt hat, liegt nun in der Verantwortung des Hausbesitzers. Der jährliche Feuerstättenbescheid führt die Heizungsanlage, alle Öfen und jeden Kamin eines Hauses auf sowie die entsprechenden Kontroll- und Reinigungsfristen.
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Wer einen freien Schornsteinfeger beauftragt, legt ihm diesen Feuerstättenbescheid vor. Die fachgerechte Erledigung der Arbeiten muss dann anhand von Formblättern nachgewiesen werden, denn das Kehrbuch führt nach wie vor der Bezirksschornsteinfeger. Eine Versäumnis der Pflichten zieht durchaus unangenehme Konsequenzen nach sich, denn in diesem Fall wird die kommunale Verwaltung tätig. Es wird ein Bußgeldbescheid erlassen, der sich auf bis zu 5.000 Euro belaufen kann; außerdem wird eine zwangsweise Ersatzkehrung anberaumt, die dann der Bezirksschornsteinfeger durchführt, was zu weiteren Gebühren und Kosten führt. Selbst die Hausbesitzer, die ihrem bisherigen Kaminkehrer die Treue halten, sind eigenverantwortlich für die Einhaltung der Fristen fürs Kehren, Messen und Reinigen zuständig. Es ist jedoch davon auszugehen, dass in diesem Fall keine Störungen bei der Wahrung der Fristen des Feuerstättenbescheides zu erwarten sind.

Kein Einbau eines Kamins oder Kaminofens ohne den Bezirksschornsteinfeger


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Ein wärmender Kamin im Heim erfreut sich wachsender Beliebtheit, verbreitet er doch das Gefühl wohliger Gemütlichkeit. Einige wichtige Voraussetzungen müssen vor dem Einbau allerdings erfüllt sein, sonst kann es eher ungemütlich werden. Der Bezirksschornsteinfeger sollte kontaktiert werden, damit er im Vorfeld überprüft, ob der Schornstein für einen Kamin oder einen Kaminofen geeignet ist. Er stellt fest, ob ein Kaminschacht frei ist für den Abzug, prüft die Länge und den Querschnitt des Schornsteins und ermittelt, ob eine ausreichende Frischluftzufuhr gewährleistet ist. Des Weiteren ist er beratend tätig, wenn es um die Wahl des optimalen Standortes oder um die sichere Lagerung des Brennmaterials geht. Daraufhin erstellt er eine Vorbescheinigung, und der Einbau vom Kamin oder Kaminofen kann in Angriff genommen werden. Vor der Inbetriebnahme, kommt der Bezirksschornsteinfeger dann noch einmal ins Haus und führt eine Endkontrolle durch. Ist alles in Ordnung, stellt er eine Endbescheinigung aus und den romantischen Kuschelabenden vor dem Kamin steht nichts mehr im Wege. Hinsichtlich einer solchen Baumaßnahme, greift die Abschaffung des Schornsteinfeger-Monopols also nicht. Mit den vorbereitenden Prüfungen und Beratungen kann der Hausbesitzer zwar einen freien Kaminkehrer beauftragen, die vorgeschriebene Endbescheinigung verbleibt jedoch ausschließlich in der Zuständigkeit des Bezirksschornsteinfegers.
 

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