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Was die EU-Chemikalienverordnung REACH für Handwerksbetriebe bedeutet

Viele chemische Stoffe, die am europäischen Markt verfügbar sind, haben potentiell schädliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit.
Seit 01.06.2007 ist die EU-Chemikalienverordnung REACH in Kraft, sie soll hohe Umwelt- und Sicherheitsstandards garantieren und löst die unübersichtlichen nationalen Gesetze ab.
Für Unternehmen hat diese Verordnung weitreichende Auswirkungen, denn erstmals sind nicht die Behörden, sondern die Hersteller, Importeure und Anwender dafür verantwortlich, die Unbedenklichkeit von Chemikalien nachzuweisen.
Betroffen sind nicht nur Großunternehmen, sondern auch viele Handwerksbetriebe - zum Beispiel Maler, Schreiner, Lackierer, chemische Reinigungen oder Bauunternehmen.

REACH: Für Unternehmen

Die wichtigsten Inhalte von REACH

Hersteller oder Importeure von Chemikalien müssen ihre Erzeugnisse seit 2010 bei der EU-Umweltbehörde ECHA registrieren und nachweisen, dass die Risiken bekannt und beherrschbar sind.
Für besonders besorgniserregende Substanzen, sogenannte SVHC-Stoffe, wurde ein gesondertes Zulassungsverfahren eingeführt: Das bedeutet, ihre Verwendung ist primär verboten, kann durch die Behörde aber erlaubt werden.
Sogenannte nachgeschaltete Anwender sind dann von der Verordnung betroffen, wenn sie mehr als 1 Tonne eines chemischen Stoffes pro Jahr verwenden.
Erfasst werden nicht nur Reinstoffe, sondern auch Gemische (wie Farben und Lacke) oder Erzeugnisse (wie Möbel oder Maschinen.

Welche Pflichten kommen auf Handwerksbetriebe zu?

Handwerksbetriebe zählen üblicherweise nicht zu den Herstellern, sondern zu den nachgeschalteten Anwendern von Chemikalien.
Die wichtigsten Konsequenzen für Anwender bestehen in umfassenden Dokumentations- und Informationspflichten sowie in der Beachtung von Sicherheitsvorschriften.
Folgende Schritte sollten Handwerksbetriebe unternehmen:

Bei Unklarheiten Unterstützung einholen

Für kleine Handwerksbetriebe können die Verpflichtungen infolge von REACH zu vielen Unsicherheiten führen: Welche Stoffe sind betroffen? Was genau ist zu tun? Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat aus diesem Grund einen Helpdesk eingerichtet.
Auf der Internet-Seite http://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de/de/Startseite.html stehen umfassende Informationen zur Verfügung, schriftliche und telefonische Anfragen werden kostenlos beantwortet.


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