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Die richtige Handhabung von Gefahrstoffen im Handwerk

In beinah jedem Handwerksbetrieb kommen Gefahrstoffe zum Einsatz. Aufbewahrt werden diese in unterschiedlichen Behältnissen wie beispielsweise Flaschen, Kanister, Dosen oder Fässern. So unterschiedlich wie die Behältnisse, sind auch die Einsatzorte. Diese reichen von einer Lackiererei bis hin in die Backstube. Im Berufsalltag wird nahezu täglich mit Gefahrstoffen umgegangen, leider oftmals ohne das nötige Wissen für die entsprechenden Schutzmaßnahmen und die möglichen Gefahren. Aus diesem Grund passiert es immer wieder, dass die Gefahrstoffe unsachgemäß behandelt werden und die Folgen daraus können Explosionen, Verunreinigung von Gewässer und Boden, sowie Brände und auch Personenschäden, sein.

Baustelle

Was sind Gefahrstoffe?

Unter den Begriff Gefahrstoffe fallen nicht nur Lösungsmittel oder Lacke, die in einer Lackiererei zum Einsatz kommen, auch in der Backstube neben an, werden Gefahrstoffe verwendet. So benötigt ein Bäcker z.B. Natronlauge, um seinen Brezeln den typischen Geschmack zu verleihen. Gesetzliche Bestimmungen und Verpflichtungen gibt es ausreichend, allerdings ist die Umsetzung in der Praxis gemäß den Erfahrungen eher ungenügend. Nebst oben bereits genannter Folgen, stellen insbesondere die nicht vorhersehbaren Langzeitfolgen durch unsachgemäße Handhabung, eine große Problematik dar. Der Grund der Erkrankung und die Auswirkung liegen oftmals Jahre bis hin zu Jahrzehnten auseinander. Ein äußerst verheerendes Beispiel zeigt der Umgang mit Asbest. Hierzu hat die Berufsgenossenschaft eine Statistik veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass etwa die Hälfte der tödlich ausgehenden Berufskrankheiten zulasten von Asbest geht. Nicht weniger zu beachten, sind die Hautschäden, die durch unzureichenden Schutz beim Umgang mit Chemikalien, Kühlschmierstoffen oder Epoxidharzen entstehen. Die Erkrankten sind im Anschluss oftmals nicht mehr in der Lage, in ihren Beruf zurück zukehren.

Vorgehensweise beim Umgang mit Gefahrstoffen

Bevor in einem Betrieb überhaupt ein Gefahrstoff in Einsatz genommen werden darf, bedarf es einer Prüfung, ob der Gefahrstoff nicht durch einen Stoff ersetzt werden kann, der weniger gefährlich ist. Ist dies nicht im Bereich des Möglichen, sind sowohl organisatorische und technische Maßnahmen zu ergreifen. Unter die technischen Vorkehrungen fallen beispielsweise Lüftungs- und Absaugeinrichtungen und geschlossenen Anlagen. Organisatorisch bedingte Maßnahmen beinhalten z.B. kleine Einheiten am Arbeitsort und eine gesicherte Lagerhaltung. Ist der Gesundheitsschutz immer noch nicht ausreichend gewährleistet, muss eine individuelle Schutzausrüstung beim Ausüben der Tätigkeit getragen werden. Jedes Behältnis, welches ein Gefahrstoff innehat, muss laut Gefahrstoffverordnung eine genaue Bezeichnung des Gefahrstoffs mit den dafür geltenden Gefahrensymbolen tragen. Weitergehend sind die S-Sätze (Sicherheitsratschläge) und die R-Sätze (Hinweise auf spezielle Gefahren) Pflicht, sowie die Kennzeichnung mit der Adresse des Herstellers. Für gewisse Gefahrstoffe muss zudem eine Betriebsanweisung angefertigt werden. So eine Betriebsanweisung stellt eine schriftliche und verbindliche Anordnung des Betriebes dar. Darin enthalten sind entsprechende Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen, die den richtigen Umgang mit Gefahrstoffen erklären und voraussetzen. Zusätzlich müssen alle Mitarbeiter, die mit den Gefahrstoffen in Kontakt kommen und arbeiten eine mündliche Unterweisung erhalten.

Lagerung und Transport

Wenn Gefahrstoffe in ortsbeweglichen Behältern gelagert werden, gilt in der Bundesrepublik Deutschland ganz explizit die TRGS 510. Unter Lagern fallen die Abgabe an Zweite, die Aufbewahrung zum späteren Einsatz und auch die Bereitstellung zur Beförderung. Gefahrstoffe müssen so gelagert werden, dass die Gesundheit von Mensch und auch die Umwelt nicht gefährdet werden. Eine Vielzahl an besonderen gesetzlichen Regelungen und Verordnungen manifestieren die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen zur Lagerung. Der innerbetriebliche Transport von Gefahrstoffen muss einer Gefährdungsbeurteilung unterzogen werden und auch eine Unterweisung der Mitarbeiter hat zu erfolgen. Gebinde bzw. Behältnisse, die zerbrechlich sind, müssen in entsprechenden Transportgefäßen wie beispielsweise eines Eimers transportiert werden. Fässer, die mit einem Gabelstapler transportiert werden sollen, dürfen dies nur mit einer geeigneten Lastaufnahme.

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