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Ausführungen im Fachwerkbau

von:Roland u. Barthenheier

Die Geschichte weist den Begriff des Fachwerkbaus in der Zeitrechnung bis weit vor Christi bei römischen Architekten aus. Besonders in holzreichen Gegenden wurden diese Techniken vom Handwerk frühzeitig eingesetzt. In Mitteleuropa kam der Fachwerkbau erst im 12. Jahrhundert zum Einsatz. Eingesetzt wird die Technik für Fachwerkhäuser im Hochbau. Grundsätzlich geht es um einen Skelettbau, der in sich selbst eine hohe Stabilität aufweist. Die Zwischenräume werden dann mit Lehmziegeln, Strohmatten mit Lehm oder anderen Materialien ausgefüllt. Eine Besonderheit vom Fachwerkbau ist vor allem die Verbindungstechnik. Hier wurden Verfahren der Handwerkskunst eingesetzt, wie sie der Zimmermann normalerweise perfekt beherrscht. Das sind Nut- und Zinkverbindungen, Holznägel sowie das Ausformen von Sitzen für die einzelnen Balken. Metall für Schrauben und Nägel kam kaum zum Einsatz. Die Balken sind meist quadratisch und werden an den Enden entsprechend angespitzt oder angeschrägt um sie mit den anderen Balken gut zu verbinden. Ein Fachwerk folgt gewissen statischen Grundprinzipien und ist somit äußerst stabil.

Verbreitung vom Fachwerkbau in der Welt

Ein Fachwerk wurde in vielen Ländern zur Herstellung von Häusern verwendet. Neben Europa wurden diese Bauprinzipien in Brasilien, den USA, Australien und in Japan sowie Russland eingesetzt. Auch heute noch wird neben der Rekonstruktion von vorhandenen Fachwerkbau dieser Baustil verwendet. Moderne Fertighäuser sind in Holzskelettbauweise ausgeführt und richten sich nach den Prinzipien der Fachwerkkonstruktion. In Japan wurden ganze Burgen mit Trockenmauerwerk und einen Fachwerk hergestellt. Auswanderer, wie aus Schlesien beispielsweise, brachten dieses Handwerk auch in andere Regionen weltweit. In den USA waren vorwiegend britische Einflüsse dominierend.

Foto:www.handwerkernet.de
Fachwerkbau

Grundlegende Informationen über den Einsatz vom Fachwerk im Handwerk

Um 1900 war der Fachwerkbau in Deutschland in seiner Blütezeit. Seit 1970 wird der wärmegedämmte Fachwerkbau angeboten. Im Norden Deutschlands wurde dieser Haustyp mit einem Reetdach kombiniert und ist somit besonders interessant anzusehen. Ein Fachwerkhaus ist eigentlich das typischste deutsche Haus in vielerlei Facetten. Verzogene Ständer, die dann so ein Haus schief dastehen lassen, bedeuten auf keinen Fall einen Stabilitätsverlust. Ein Fachwerkhaus zeugt von einer großen Kunstfertigkeit der ausführenden Zimmerleute im Handwerk.

© Tobilander - Fotolia.com
Fachwerk im Handwerk

Eingesetzte Hölzer im Fachwerkhaus

Zum einen werden die waagerechten Hölzer wie Schwelle, Fußriegel, Riegel, Brüstungsriegel, Kopfriegel, Sturzriegel, Rähm, Balken, Unterzug, Jochbalken, Wechselbalken, Kehlbalken, Hahnenbalken, Pfette und Zangen eingesetzt. Die senkrechten Hölzer heißen Pfosten, Pfahl, Hängepfosten, Ständer, Eckständer, Bundständer, Kaiserstiel, Säule, Stuhlsäule und Firstsäule. Dann gibt es noch die schrägen Hölzer wie Schwertungen, Band für Kopf und Fuß, Strebe, Fußstrebe, Kopfstrebe, Wandstrebe, Knagge und das bekannte Andreaskreuz.

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