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Die Bauproduktenverordnung in Deutschland

30.10.2014

Bauprodukte sind sämtliche Produkte

Die Bauproduktenverordnung hieß ehemals Bauproduktenrichtlinie und wurde 2011 novelliert. Bauprodukte sind sämtliche Produkte, welche permanent im Hoch- und Tiefbau ihre Verwendung finden. Aus diesen Bauprodukten müssen Bauten und Bauwerke gebaut werden können, welche für den Gebrauch am Bau tauglich sind und den vorherrschenden Regelungen entsprechen. Hier geht es um Bauteile und Baustoffe sowie um Einrichtungen und Anlagen sowie Teile für den Bau von Heizungen, Klimageräten, Lüftungen, sanitäre Einrichtungen, elektrische Versorgungsleitungen, die Lagerung von Stoffen die umweltgefährdend sind und bereits vorgefertigte Bauwerke welche auch so auf den Markt gelangen wie fertige Häuser oder Garagen.

Was sind Naturbaustoffe?

Es werden Stoffe als Naturbaustoffe deklariert, welche nach ihrer Definition zu den Naturprodukten und Baustoffen passen. Dies sind natürlich vorkommende Stoffe, welche nur mechanisch, manuell oder mit Hilfe der Gravitationskraft oder Auflösung in Wasser, Verdampfung oder Erhitzung mit Entzug von Wasser verarbeitet werden. So können Naturbaustoffe biogen (aus der Natur stammend) und biologisch sein wie Schafwolle Holz, Hanf, Roggen oder Stroh. Abiogene (aus unbelebter Natur stammende) Stoffe wie Lehm oder Bimsstein gibt es ebenso. Es gibt jedoch keinerlei gesetzliche Definition über die so genannten Naturbaustoffe. Als Absicherung für die Beschreibung von Naturbaustoffen gilt: Art. 3 Nr. 37 der EU-RL 67/548/EWG, Anhang V und der REACH-Verordnung 1907/2006. Hier kann bei Bedarf nachgelesen werden. In der Gesetzgebung entspricht der Begriff der Naturstoffe nicht gleich der wissenschaftlichen Definition der Naturprodukte. Es ist wichtig zu wissen, dass hier unterschieden wird. Für die Verwendung der Naturbaustoffe gibt es weitere, europäische Richtlinien sowie Bestimmungen, welche zum Beispiel hier zu finden sind: Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG oder dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Auch Naturbaustoffe werden bewertet und zertifiziert, wobei hier die Zuordnung und Deklaration eine entscheidende Rolle spielen. So können zum Beispiel auch Produkte mit natürlichem Ursprung eine Gefährdung bedeuten und sind somit nach den gesetzlichen Vorgaben zu kennzeichnen. Die so genannte REACH-Verordnung schaffte ein ganz neues Regelwerk, welches sowohl den Konsumenten als auch allen Beteiligten einer Lieferkette mehr Verantwortung bezüglich solcher Stoffe zuschreibt. Hier wird die Verpflichtung zur Substitution deutlich: gibt es einen ähnlichen Stoff mit weniger Potential der Gefährdung, dann ist dieser stets vorzuziehen.

Zertifizierung von Bauprodukten

Der VDZ zertifiziert Bauprodukte nach der nach EN 45011. Diese Zertifizierung ist für folgende Bereiche nach den gesetzlichen Vorschriften gültig: zementhaltige Zubereitungen, Mauer- und Einpressmörtel, Gesteinskörnungen, Betonzusatzmittel, Betonzusatzstoffe sowie Zement und zementartige Bindemittel. Eine Zertifizierung ist ein Verfahren, mit dessen Zuhilfenahme bestimmte Anforderungen nachgewiesen werden können. Die Qualität, Beschaffenheit oder der Zustand entsprechen immer gleich denen, welche in der Zertifizierung zu Grunde gelegt wurden und können dort nachgelesen werden. Eine Zertifizierung ist so immer ein Teil eines Prozesses zur so genannten Konformitätsbewertung. Zertifizierungen sind oft zeitlich begrenzt und werden nicht "für immer" verliehen. Sie werden in bestimmten Abständen kontrolliert, um zu sehen, ob sie immer noch den Bestimmungen entsprechen oder ob es Veränderungen gibt.

Was ist ein Baustoff?

Baustoffe werden zur Errichtung von Gebäuden und Bauwerken genutzt und sind daher Werkstoffe. Werkstoffe kommen in Form von Halbzeug, Hilfsstoffen und Rohstoffen vor. Früher benutzten die Menschen Rohstoffe wie Natursteine Lehm und Holz. Heute überwiegen die Massenrohstoffe wie Kalk, Schotter und Sand. Daraus produziert werden so genannte Sekundärrohstoffe wie Kunststoffe, Glas, Beton oder auch Zement. Die gesetzliche Nomenklatur für Rohstoffe bezeichnet ein Bauprodukt nach der Bauprodukteverordnung. Das Gesetz über Chemikalien sowie die Reich-Verordnung regeln in Deutschland dabei den Unterschied zwischen Zubereitung und Erzeugnissen von Baustoffen. Entsprechende Verordnungen und Richtlinien sind zu beachten. In der Umgangssprache wird in diesem Zusammenhang sehr unpräzise von Verbrauchsstoffen und Baumaterialien. Diese Umgangssprache wird nicht nur auf Baustellen, sondern auch in der üblichen Bevölkerung im Sprachgebrauch häufig oder sogar bevorzugt benutzt. Die meisten Baustoffe werden nicht als Rohstoff genutzt, sondern als weiterverarbeitete Produkte.

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